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<channel><title><![CDATA[Anne Bergmann - Blog]]></title><link><![CDATA[https://annebergmann.weebly.com/blog]]></link><description><![CDATA[Blog]]></description><pubDate>Sat, 04 Oct 2025 04:02:04 -0700</pubDate><generator>Weebly</generator><item><title><![CDATA[Camino Real]]></title><link><![CDATA[https://annebergmann.weebly.com/blog/camino-real]]></link><comments><![CDATA[https://annebergmann.weebly.com/blog/camino-real#comments]]></comments><pubDate>Sat, 13 Jun 2015 22:16:08 GMT</pubDate><category><![CDATA[Uncategorized]]></category><guid isPermaLink="false">https://annebergmann.weebly.com/blog/camino-real</guid><description><![CDATA[Gestrandet dort, wo Parallelen sich schneiden und die Zeit schlie&szlig;lich&nbsp;alles und nichts gew&auml;hrt, oder, wie die meisten es sehen, gefangen -&nbsp;die meisten: die Zigeunerin; Casanova und die in die Jahre gekommene Kameliendame in Rot mit wei&szlig;er Blume in der Hand; das alte Ehepaar Lord und Lady Mulligan; Champ mit seinem schwachen Herzen aus Gold -&nbsp;gestrandet oder gefangen sind sie am Camino Real, wo die Stra&szlig;enkehrer die Toten mit sich nehmen und jeder auf der Li [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph" style="text-align:left;">Gestrandet dort, wo Parallelen sich schneiden und die Zeit schlie&szlig;lich&nbsp;alles und nichts gew&auml;hrt, oder, wie die meisten es sehen, gefangen -&nbsp;die meisten: die Zigeunerin; Casanova und die in die Jahre gekommene Kameliendame in Rot mit wei&szlig;er Blume in der Hand; das alte Ehepaar Lord und Lady Mulligan; Champ mit seinem schwachen Herzen aus Gold -&nbsp;gestrandet oder gefangen sind sie am <strong>Camino Real</strong>, wo die Stra&szlig;enkehrer die Toten mit sich nehmen und jeder auf der Liste der Stra&szlig;enkehrer steht.<br /><span></span>Durch den Regen gelangten wir selbst zum Camino Real, zur kleinen B&uuml;hne des <a title="" href="http://www.theater-chemnitz.de/" target="_blank">Chemnitzer Schauspielhauses</a>, um der&nbsp;Inszenierung&nbsp;eines der surrealeren&nbsp;St&uuml;cke Tennessee Williams' beizuwohnen. In reichlich 2 Stunden Dauer des St&uuml;cks hatten meine F&uuml;&szlig;e Zeit, wieder zu trocknen.<br /><span></span>Punktuell ber&uuml;hrt von einzelnen Szenen, S&auml;tzen oder Gesten, wie die kurze Umarmung Lady und Lord Mulligans, das Gespr&auml;ch zwischen Champ und der Kameliendame, umringt von den langsam, langsam n&auml;her kommenden Stra&szlig;enkehrern, oder die Stra&szlig;enkehrer selbst, unerbittlich, anmutig, pochend, tickend tanzend. Immer wieder habe ich mich auf und &uuml;ber die Stra&szlig;enkehrer gefreut, die ein wenig &uuml;ber die&nbsp;Schw&auml;chen hinweggeholfen haben: Warum macht sich die Zigeunerin l&auml;cherlich mit "Arrivederci, Baby"? Weshalb werden subtile Gedanken herausgeschrien? Nichts gegen die Errungenschaften moderner Musik, aber wieso muss es ausgerechnet "I'm an Albatraoz" sein,&nbsp;um den Camino Real zum Tanzen zu bringen?<br /><span></span>Und was ist das &uuml;berhaupt, der Camino Real, diese Stra&szlig;e, die im Nichts endet? Warum wollen alle so verzweifelt entfliehen? Die Verzweiflung wird dargestellt, doch die Gr&uuml;nde, die dahinter stehen,&nbsp;werden, wenn &uuml;berhaupt, nur angekratzt, und so bleibt auch die Verzweiflung unecht.<br /><span></span>Leider blieb die Inszenierung des St&uuml;cks eine Aneinanderreihung mehr oder weniger gelungener Szenen. Der Funke, der beim erstmaligen Lesen eines Dramas von Tennessee Williams auf mich <span class="rangySelectionBoundary" id="selectionBoundary_1434233439735_7313487791118132" style="line-height: 0; display: none;">&#65279;T</span>&uuml;bersprang, fehlte hier.</div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Kesselbunte Lesung auf dem Sonnenberg]]></title><link><![CDATA[https://annebergmann.weebly.com/blog/kesselbunte-lesung-auf-dem-sonnenberg]]></link><comments><![CDATA[https://annebergmann.weebly.com/blog/kesselbunte-lesung-auf-dem-sonnenberg#comments]]></comments><pubDate>Mon, 06 Oct 2014 18:52:19 GMT</pubDate><category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category><guid isPermaLink="false">https://annebergmann.weebly.com/blog/kesselbunte-lesung-auf-dem-sonnenberg</guid><description><![CDATA[Anne Bergmann liest im Rahmen des Chemnitzer Stra&szlig;enfestes Kesselbuntes ...... bunte Geschichten aus ihrem Erz&auml;hlband "Das Gl&uuml;ck in einer Blechdose", Ausschnitte aus dem Krimi, den sie gerade schreibt, und Erz&auml;hlungen, die noch keinen warmen Platz zwischen zwei Buchdeckeln gefunden haben.Rot ist die Farbe des Tanzes. Blau die Farbe des Mondes, Gelb ist die Farbe der Hoffnung auf ein L&auml;cheln. Grau ist die Farbe der Nostalgie und des Himmels, "aber jeder wei&szlig;, er is [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph" style="text-align:left;">Anne Bergmann liest im Rahmen des Chemnitzer Stra&szlig;enfestes <a href="http://daskesselbunte.wordpress.com/" target="_blank" title="">Kesselbuntes</a> ...<br /><br />... bunte Geschichten aus ihrem Erz&auml;hlband "Das Gl&uuml;ck in einer Blechdose", Ausschnitte aus dem Krimi, den sie gerade schreibt, und Erz&auml;hlungen, die noch keinen warmen Platz zwischen zwei Buchdeckeln gefunden haben.<br />Rot ist die Farbe des Tanzes. Blau die Farbe des Mondes, Gelb ist die Farbe der Hoffnung auf ein L&auml;cheln. Grau ist die Farbe der Nostalgie und des Himmels, "aber jeder wei&szlig;, er ist blau. So, wie jeder wei&szlig;, dass dunkelgraue Rosen rot sind und schwarze Veilchen dunkelblau."<br /><br />Zeit: 11. Oktober 2014, Beginn 16 Uhr<br />Ort: &nbsp;Jakobstra&szlig;e auf dem Sonnenberg, Chemnitz<br /><br /></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Wattebäusche auf den Ohren]]></title><link><![CDATA[https://annebergmann.weebly.com/blog/wattebausche-auf-den-ohren]]></link><comments><![CDATA[https://annebergmann.weebly.com/blog/wattebausche-auf-den-ohren#comments]]></comments><pubDate>Tue, 13 May 2014 22:50:26 GMT</pubDate><category><![CDATA[Musik]]></category><guid isPermaLink="false">https://annebergmann.weebly.com/blog/wattebausche-auf-den-ohren</guid><description><![CDATA[Die Sisters im Alten Schlachthof in Dresden.Die schlechten Kritiken, die neuzeitliche Konzerte der Sisters of Mercy im Kielwasser schwimmen haben, konnten mich nicht abschrecken, obwohl ich anfangs geneigt war, noch einige hinterher zu schmei&szlig;en, denn anfangs wirkten die Songs recht uninspiriert, besser gesagt, deren Darbietung. "Black Planet" war mit ein bisschen gutem Willen zu erkennen, einige neue Songs reihten sich daran, einer glich dem anderen, und Andrew Eldritchs Stimme irgendwo,  [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph" style="text-align:left;">Die Sisters im Alten Schlachthof in Dresden.<br /><br />Die schlechten Kritiken, die neuzeitliche Konzerte der Sisters of Mercy im Kielwasser schwimmen haben, konnten mich nicht abschrecken, obwohl ich anfangs geneigt war, noch einige hinterher zu schmei&szlig;en, denn anfangs wirkten die Songs recht uninspiriert, besser gesagt, deren Darbietung. "Black Planet" war mit ein bisschen gutem Willen zu erkennen, einige neue Songs reihten sich daran, einer glich dem anderen, und Andrew Eldritchs Stimme irgendwo, gerade noch auszumachen wie er selbst auf der B&uuml;hne im Nebel.<br />Dann "Dominion / Mother Russia", "First And Last And Always", ich brachte meinen Plastikbecher weg, ohne den letzten schal gewordenen Schluck Wein auszutrinken, ja, bei gen&uuml;gend Nebelmaschinennebel und der Hitze Hunderter Menschen auf engem Raum kann selbst Wein schal werden, und kaum war ich wieder zur&uuml;ck, hatte die vom Plastikbecher befreiten H&auml;nde bereit zum Klatschen, war das Eis gebrochen. Die Sisters schienen Gefallen am Schlachthof gefunden zu haben oder am Publikum oder am Radeberger, jedenfalls drehten sie im zweiten Teil des Konzerts auf, ihren Songs war der Esprit, der ihnen mal innewohnte, wieder anzumerken. "This Corrosion" und ein Song, den ich gern erkannt h&auml;tte, er lag mir auf der Zunge aber ... na ja, im Netz wird sicher bald die Setliste erscheinen und das eine oder andere Youtube-Video, vielleicht auch von einer der Zugaben "Vision Thing" oder "Temple Of Love", dessen B&auml;sse noch in meinem Kopf nachhallen und Watteb&auml;usche auf meine Ohren gelegt haben.</div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[ Stella Blue ]]></title><link><![CDATA[https://annebergmann.weebly.com/blog/-stella-blue]]></link><comments><![CDATA[https://annebergmann.weebly.com/blog/-stella-blue#comments]]></comments><pubDate>Wed, 23 Apr 2014 18:26:15 GMT</pubDate><category><![CDATA[Finger&uuml;bungen]]></category><guid isPermaLink="false">https://annebergmann.weebly.com/blog/-stella-blue</guid><description><![CDATA[   Der alte Hippie sa&szlig; am Rand der Stra&szlig;e und sang Songs of Freedom.Besser gesagt: Lieder l&auml;ngst vergessener Freiheit. L&auml;ngst vergessene Lieder l&auml;ngst verflogener Freiheit. L&auml;ngst verflogene Lieder der Freiheit, die auch der Wind nicht zur&uuml;ckzubringen vermag.Und auch der Hippie ist nur einmal ein Hippie gewesen, jetzt sitzt er jeden Tag am Stra&szlig;enrand, blo&szlig; noch das Echo eines Hippies, ein langsam verstummender Nachhall.Seine langen Haare sind fet [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph" style="text-align:left;">   Der alte Hippie sa&szlig; am Rand der Stra&szlig;e und sang Songs of Freedom.<br />Besser gesagt: Lieder l&auml;ngst vergessener Freiheit. L&auml;ngst vergessene Lieder l&auml;ngst verflogener Freiheit. L&auml;ngst verflogene Lieder der Freiheit, die auch der Wind nicht zur&uuml;ckzubringen vermag.<br />Und auch der Hippie ist nur einmal ein Hippie gewesen, jetzt sitzt er jeden Tag am Stra&szlig;enrand, blo&szlig; noch das Echo eines Hippies, ein langsam verstummender Nachhall.<br />Seine langen Haare sind fettig und verfilzt, h&auml;ngen herab wie die Fl&uuml;gel einer m&uuml;den Friedenstaube. Die Blume in seinem Haar ist verwelkt, die Farben seines Batik-Shirts sind verblasst, seine Samthose weist kahle Stellen auf und ist abgewetzt wie seine Seele von zu vielen Desillusionen und Entt&auml;uschungen, von zu viel schlechter Musik.<br />Seine Stimme klingt rauh, kantig, sie ist die Stimme eines S&auml;ufers, und doch scheint etwas Wunderbares hindurch. Das Gef&uuml;hl, dass sie einmal sch&ouml;n gewesen sein muss.<br />Monatelang hat er die Ohrw&uuml;rmer auf und ab gesungen, Songs wie <em>Born To Be Wild</em>, <em>Sounds Of Silence</em>, <em>Blowin' In The Wind</em>. Songs, die nicht einmal mehr Echos ihrer selbst sind wie der alte Hippie.<br />Aber heute ... heute hat er sich abgewandt von ihnen, heute hat er etwas Vergessenes gespielt, etwas Verlorenes.<br /><br />"When the cards are down there's nothing left to see<br />There's just the pavement left and broken dreams<br />And in the end there's still that song comes cryin' like the wind<br />Down every lonely street that's ever been ..."<br /><br />Ich nahm ein blankes, silbern gl&auml;nzendes Geldst&uuml;ck aus meinem Portemonnaie und warf es in seinen Hut. Es klirrte, als es auf die anderen M&uuml;nzen fiel, ein heller, unschuldiger Ton. Ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein.<br />Und ich, ich sehnte mich pl&ouml;tzlich zur&uuml;ck nach einer Zeit, die ich nicht einmal erlebt habe.</div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Schweiz Ahoi]]></title><link><![CDATA[https://annebergmann.weebly.com/blog/schweiz-ahoi]]></link><comments><![CDATA[https://annebergmann.weebly.com/blog/schweiz-ahoi#comments]]></comments><pubDate>Wed, 12 Mar 2014 18:14:31 GMT</pubDate><category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category><guid isPermaLink="false">https://annebergmann.weebly.com/blog/schweiz-ahoi</guid><description><![CDATA[Gerade noch rechtzeitig, um ein Sparticket abzufassen, habe ich meine Reise in die Schweiz gebucht, ohne bisher auch nur ein Wort f&uuml;r meine Vorrundenstory f&uuml;r den Poetry Slam in St. Gallen geschrieben zu haben ;o) Aber ich bin guter Dinge, da sie bereits in meinem Kopf sitzt und ich sie "nur noch" zu Papier bringen muss.&nbsp;Ich sehe es schon kommen, sehe mich schon im&nbsp;Zug sitzen, sie schreibend (und mir die Haare raufend), immerhin habe ich knapp 9 Stunden Zeit daf&uuml;r ;o)Und [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph" style="text-align:left;">Gerade noch rechtzeitig, um ein Sparticket abzufassen, habe ich meine Reise in die Schweiz gebucht, ohne bisher auch nur ein Wort f&uuml;r meine Vorrundenstory f&uuml;r den <a href="http://amnesty-st-gallen.blogspot.de/2014/01/veranstaltung-redefreiheit-poetry-slam.html" target="_blank">Poetry Slam </a>in <a href="http://www.slamgallen.ch/Poetry_Slam.htm" target="_blank">St. Gallen</a> geschrieben zu haben ;o) Aber ich bin guter Dinge, da sie bereits in meinem Kopf sitzt und ich sie "nur noch" zu Papier bringen muss.&nbsp;Ich sehe es schon kommen, sehe mich schon im&nbsp;Zug sitzen, sie schreibend (und mir die Haare raufend), immerhin habe ich knapp 9 Stunden Zeit daf&uuml;r ;o)<br /><span></span><br /><span>Und hier nun der offizielle Veranstaltungstext, geklaut, gecopied und gepasted <a href="http://amnesty-st-gallen.blogspot.ch/" target="_blank">hier</a>.<br /><span></span><br /><span></span><em>Unter dem Motto "Redefreiheit" k&auml;mpfen Slammerinnen und Slammer mit ihren <br /> literarischen Texten um die Gunst des Publikums. Es wird nichts zensiert, anders <br /> als in anderen L&auml;ndern, in denen Meinungs&auml;usserungsfreiheit nicht <br /> selbstverst&auml;ndlich ist.<br /><span></span></em><br /><span></span>Es werden auch noch Slammer gesucht. Vielleicht sehen wir uns ja am 22. Mai im Zug Richtung Schweiz :o)</span></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Chemnitz ist eine stille stadt]]></title><link><![CDATA[https://annebergmann.weebly.com/blog/chemnitz-ist-eine-stille-stadt]]></link><comments><![CDATA[https://annebergmann.weebly.com/blog/chemnitz-ist-eine-stille-stadt#comments]]></comments><pubDate>Wed, 15 Jan 2014 14:04:53 GMT</pubDate><category><![CDATA[Finger&uuml;bungen]]></category><guid isPermaLink="false">https://annebergmann.weebly.com/blog/chemnitz-ist-eine-stille-stadt</guid><description><![CDATA[Besonders an den Wochenenden, denn dann h&ouml;rt man die Stille nicht mehr nur in den entlegensten Ecken und an den Abenden, sondern immer und &uuml;berall. Auf den leeren Parkpl&auml;tzen der Studentenwohnheime, wo nur vereinzelte Autos weiden, verirrte K&uuml;he auf einer verwilderten Wiese; in den schon ab Mitternacht geschlossenen Caf&eacute;s und Kneipen au&szlig;erhalb der Innenstadt; auf den stummen Stra&szlig;en, deren Ufer schweigende H&auml;user s&auml;umen.Wer am Abend eines Wochenen [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph" style="text-align:left;">Besonders an den Wochenenden, denn dann h&ouml;rt man die Stille nicht mehr nur in den entlegensten Ecken und an den Abenden, sondern immer und &uuml;berall. Auf den leeren Parkpl&auml;tzen der Studentenwohnheime, wo nur vereinzelte Autos weiden, verirrte K&uuml;he auf einer verwilderten Wiese; in den schon ab Mitternacht geschlossenen Caf&eacute;s und Kneipen au&szlig;erhalb der Innenstadt; auf den stummen Stra&szlig;en, deren Ufer schweigende H&auml;user s&auml;umen.<br /><span></span><br /><span></span>Wer am Abend eines Wochenendes die Stra&szlig;en der Stadt entlang l&auml;uft, glaubt sich verirrt oder verloren. Aber er ist nicht allein, denn am anderen Ende der Stadt, die zu oft schl&auml;ft, laufe ich. Es d&auml;mmert bereits. Das graue Licht verschwindet nach und nach, Stra&szlig;enlampengelb verdr&auml;ngt das Grau am Wendepunkt des Tags zur Nacht. Ich rede mir ein, die Lampen leise knistern zu h&ouml;ren, w&auml;hrend sie ihr Licht produzieren. In keiner anderen Stadt ist das m&ouml;glich: den Stra&szlig;enlampen beim Brennen zuzuh&ouml;ren, wenn auch nur in der Fantasie. Solche Gedanken ben&ouml;tigen Stille.<br /><span></span>Pl&ouml;tzlich wird diese Stille gest&ouml;rt. Doch nicht&nbsp;durch Stra&szlig;enl&auml;rm, nicht durch&nbsp;die B&auml;sse eines Open-Air-Konzerts in der N&auml;he,&nbsp;nicht&nbsp;durch&nbsp;Gel&auml;chter. Nein, es ist ein Schwarm von Elstern, die im kahlen Ge&auml;st eines Baums hocken und wie wild durcheinanderzwitschern. Es sind V&ouml;gel, die die Chemnitzer Stille st&ouml;ren.</div>]]></content:encoded></item></channel></rss>